|
Daten ändern |
| B.PoP.0022: : Pflegeethik und Rahmenbedingungen |
| Lecturer: |
| PD Dr. rer. nat. Martina Vockerodt, apl. Prof. Dr. Alfred Simon, Dr. Matthias Siegert, Dr. Christoph Gerst, Dr. med. Ulrike Olgemöller, Dr. Katharina Beier, Sophia Bröchtel |
| Course typ: |
| Vorlesung und Seminar und Praktikum |
| Description: |
| Inhalte: • philosophische und moralische Grundlagen der Pflegeethik • ethisches Fallverstehen, • Modelle und Konzepte der Autonomie und Selbstbestimmung (Therapiewunsch/ Therapieabbruch/Therapiemöglichkeiten), • ICN-Ethik-Kodex, • Konzepte/Rollen: Primary Nursing/Advanced Nursing Practice, • Shared-Decision-Making & Advanced Care Planning: partizipative Entscheidungsfindung und gesundheitliche Vorausplanung der individuellen Versorgung im Kontext eines dynamischen Prozesses (Wünsche/Präferenzen des zu versorgenden Menschen, Einbezug der An- und Zugehörigen, Rechtskonformität etc.) • Nähe und Distanz, • Selbstfürsorge und Achtsamkeit, • Ethische Reflexion technologischer Innovationen, FreeTip, • Chancen, Grenzen und Herausforderungen von Digitalisierung und technologischen Innovationen unter ethischen Gesichtspunkten • Macht und Gewalt in der Pflege, • ethische Fallbesprechungen (Sterbewunsch/aktive und passive Sterbehilfe, rechtliche Rahmenbedingungen), • rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen und Merkmale ethischer Konflikte und Dilemmata, • ethische Fragestellungen im Kontext von Forschung, Ethikantrag/Ethikvotum, Ethikkommission, • ethische Entscheidungsfindung im Kontext intra- und interprofessioneller Zusammenarbeit im Kontext aktueller und zu planender Versorgungsprozesse, • Methoden und Vorgehen bei der ethischen Entscheidungsfindung bei Menschen aller Altersstufen und ihren An- und Zugehörigen, • Auseinandersetzung mit den Phänomenen Lebensqualität, Vulnerabilität, Leiden, Hoffnung, Selbstvernachlässigung, Unruhe, Trauer, herausforderndes Verhalten, Nachhaltigkeit, • „Principles of Biomedical Ethics“: Autonomie, Schadensvermeidung, Fürsorge, Gerechtigkeit • Differenzierung von Pflegeethik und Care Ethics • Verortung Sozialrecht im deutschen Rechtssystem, • 5 Säulen der Sozialversicherung, • SGB I-XII, Bedeutung, Inhalte, Ziele, Leistungen (Überblick), • pflegerelevante Vertiefung in SGB V und XI, XII, • Rechtsfragen: Freiheitsentziehende Maßnahmen, Strafrecht, Körperverletzung. Lernziele/Kompetenzen: Die Studierenden: • richten ihr professionelles Pflegehandeln im Rahmen des gesamten Pflegeprozesses bedürfnisorientiert und unter Berücksichtigung wissenschaftlich fundierter Theorien und Konzepte auf Autonomie und Selbstbestimmung aus, • erkennen und benennen ethische Fragestellungen innerhalb der spezifischen, (hoch-)komplexen Versorgungssituationen und diskutieren diese im qualifikationsheterogenen Team sowie mit anderen Berufsgruppen im Sinne der Pflegebedürftigen und ihrer An- und Zugehörigen, • haben vertiefte Wissensbestände zu rechtlichen, ethischen und sozialen Aspekten (ELSA) im Kontext der Prozesse in Einrichtungen und Institutionen und können diese auf ihr professionelles Pflegehandeln übertragen und anwenden, • haben vertiefte Wissensbestände zum Sozialversicherungssystem und erkennen situationsangemessen seinen Einfluss auf Rahmenbedingungen und Strukturen des professionellen Pflegehandelns, • erkennen die immanenten ethischen Prinzipien und Werte im Rahmen der evidenzbasierten Versorgung und berücksichtigen diese innerhalb der Pflegeprozessplanung und leiten daraus begründet und kritisch reflektiert Interventionen für ihr professionelles Pflegehandeln ab, • kennen das Konzept der partizipativen Entscheidungsfindung: Shared-DecisionMaking sowie Programme zur Verbesserung der Vorausplanung: Advanced Care Planning • können den Einsatz technologischer Innovationen im Kontext der digitalen Transformation unter ethischen Gesichtspunkten betrachten und kritisch reflektieren, • haben vertiefende Wissensbestände zum Advanced Care Planning, um im intraund interprofessionellen Team vorausschauende und präventive Maßnahmen in komplexen und hochkomplexen Versorgungssituationen zu ergreifen, damit herausfordernde Situationen sowie kritische Gesundheitszustände vermieden werden können bzw. diesen angemessen begegnet werden kann, • informieren, beraten und leiten im Rahmen des Advanced Care Planning Ansatzes Patient*innen aller Altersstufen sowie ihre An- und Zugehörigen an und unterstützen somit zielgerichtet eine autonome und patient*innenzentrierte Entscheidungsfindung, • können in der Rolle als akademische Pflegefachperson in ethischen Fallbesprechungen ihren Standpunkt und den des pflegebedürftigen Menschen begründet vertreten und einen konstruktiven Beitrag in der kritischen Auseinandersetzung mit anderen Perspektiven und im intra- und interprofessionellen Team leisten, • verfügen über spezifisches Wissen zu ethischen Konzepten/Theorien, • können die Bedeutung unterschiedlicher Qualifikationen im Versorgungsprozess differenzieren und haben vertiefte Wissensbestände zur Implementierung verschiedener intra- und interprofessioneller Rollen im Versorgungsprozess, • können in Gesprächen mit zu versorgenden Menschen und ihren An- und Zugehörigen empathisch und wissensbasiert professionell beraten, anleiten und argumentieren sowie für Entlastung und Sicherheit bei den Betroffenen sorgen, • nehmen ihre eigenen Grenzen in ethischen Dilemma-Situationen wahr, können diese gezielt verbalisieren und für Entlastung und Problembewältigung im Sinne der eigenen Gesunderhaltung sorgen. |
| Place: |
| unspecified |
| Semester: |
| SoSe 2026 |
| Area classification: |
| Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 |
| ECTS credit points: |
| 5C |
| Further information from Stud.IP about this course |
| Home institute: Universitätsmedizin Göttingen Participants registered in Stud.IP: 37 Number of postings in Stud.IP forum: 2 Number of documents in the Stud.IP download area: 7 |